Hochwasser

 Das Unwetter über Lüchow-Dannenberg am Sonnabend hat den Grabower Mühlenbach bei Krummasel stark über die Ufer treten lassen. Dort sind rekordverdächtige 130 Liter in zwei Stunden auf den Quadratmeter zusammengekommen. Das ist fast die doppelte Monatsmenge. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor die seltene Warnstufe lila vor extremem Gewitter mit Starkregen bis "nur" 45 Liter pro Quadratmeter und Stunde ausgegeben. Den heftige Starkregen hat dann vor allem die Region rund um Krummasel und Waddeweitz sowie Kiefen getroffen. Von dort aus meldeten EJZ-Leser und Einsatzkräfte überflutete Straßen und Keller.

Der Bach bei Krummasel konnte die heftigen Regenmengen nicht mehr aufnehmen und suchte sich seinen Weg auf angrenzende Wiesen. In Marlin drückte das angesammelte Regenwasser in eine Kläranlage. Zudem löste sich dort eine etwa sechs Meter breite Schlamm-Lawine und floss in ein Haus. In Kiefen haben die Wassermassen einen Hütewagen auf die Straße gespült. Volle Keller gab es nicht nur in Krummasel und Zebelin, sondern auch in einigen Orten im Nordkreis. Die Polizei sperrte überflutete Straßen, bis der Bauhof kam.

Die Gewitterlinie hatte sich kurz vor 18 Uhr gebildet. Sie zog nur sehr langsam Richtung Südwesten ab. Immer wieder schossen neue Gewitterzellen in die Luft, die nur sehr langsam vorankamen. Die Auswirkungen waren nur regional eng begrenzt zu spüren. Während in Krummasel der Himmel seine Schleusen öffnete, blieb die nur wenige Kilometer entfernte Kreisstadt Lüchow beispielsweise beinahe trocken.

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