Ex-Spritzenhaus wird aufgepeppt

Fast hundert Jahre ist es nun alt, das ehemalige Spritzenhaus in Krummasel. Doch der Zahn der Zeit hat genagt.

Als wäre er in sich ein-gesackt – so steht der kleine Fachwerkbau da. Aber jetzt wird das Häuschen von fleißigen Händen wieder aufgepeppt. Der Dorfverein zeigt, wie man mit wenig finanziellem Aufwand und großem ehrenamtlichen Engagement sinnvoll Neues gestalten kann.

Dort, wo einst die Handdruck-Spritze der Feuerwehr untergebracht war, soll nun sozusagen ein Mehrzweckgebäude entstehen: Das etwa 20 Quadratmeter große Häuschen soll demnächst zu nutzen sein für Schulkinder, die auf den Bus warten, für Radtouristen als Unterstand und für Dorfzwecke. Dazu haben die Dorfbewohner am Sonnabend mit der Sanierung begonnen.

Seit 1904 gibt es das Spritzenhaus in Krummasel. Anfangs war dort die Handdruckspritze untergestellt; 1954 gab es dann eine Motorspritze mit Anhänger, die dort Platz fand. 1969 bekam die Wehr des Ortes sogar ein Tragkraftspritzen-Fahrzeug, das erst nach einem Umbau in das Gerätehaus hineinpasste.

Als die Krummaseler dann 1973     ein neues Feuerwehr-Gerätehaus erhielten, hatte das alte Spritzenhaus ausgedient. Fast. Denn immerhin wurden dort noch alte Feuerwehr-Geräte untergestellt. Rund 20 Leute des Dorfvereins sind nun dabei, das Gebäude rundum zu sanieren. Das Dach wird neu eingedeckt, die Fächer im Fachwerk werden neu aus gemauert. Nur rund 1500 Euro hat man dafür von der Gemeinde Küsten erhalten, der Rest ist Eigenleistung - so funktioniert das in intakten Dörfern.                                                  

                                                 Das ehemalige Spritzenhaus in Krummasel wurde aufgepeppt: Fleißige Dorfbewohner decken das Dach neu ein und werden die Fächer neu aus mauern. Zu nutzen sein soll das Gebäude danach als Buswartehäuschen und als Unterstand für Radtouristen.Nach der Sanierung hat das alte Feuerwehrgerätehaus ein neues ansehen bekommen.